Gestern war ich auf einer Filmpremiere. Schön, dachte ich… wird ein Kunstprojekt sein oder sonst was. (Zum Glück hab ich mich nicht davor schon erkundigt, was gespielt wird, sonst wär meine positive Überraschung zum Film bestimmt nicht so groß gewesen). Ich half gestern meinem Vater beim Verkauf der dazugehörigen T-Shirt. (www.shirt-ko.at) . Autofahrt nach Klosterneuburg.. hmm.. dann Klosterneuburg.. und dann die ersten Gäste dort.. Ja was soll man sagen: Ist halt nicht Wien.


Dann traf ich den Produzenten und Regisseur des Filmes, Alexander Zechmeister.. das letzte Mal hab ich ihn gesehen, da war ich 5 Jahre alt.

Ein Blick in den Kinosaal: Einfach nur Whow! Wie eine Zeitreise, war wirklich eine schöne, wenn nicht sogar romantische Stimmung da drin.

Das Kino füllte sich, es füllte sich sogar so sehr, dass die Gäste an den Seiten noch Sessel platziert haben.. nach einer Begrüßung begann auch schon der Film.

[Berliner] (ein Roadmovie ohne Auto).

Ein Roadmovie ohne Auto, der Satz gefällt mir immer noch sehr, was mich im Film erwartet wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht.

Ich will euch nicht zu viel verraten, es zahlt sich wirklich aus den Film, wenn er erscheint, selbst anzusehen.


Plot: Peter aus Berlin ist in Wien gestrandet und lebt seit über 5 Jahren auf der Straße. Aufgegeben hat er nicht, denn es muss für ihn noch eine Aufgabe geben. Peter träumt gerne, denn seine Muse gibt ihm Kraft, auch wenn der Magier ganz schön skeptisch ist…


Ihr werdet euch vielleicht denken, oh nein, nicht schon wieder eine Doku die das Leben auf der Straße zeigt. Wahrscheinlich alles abgeändert, gutgeredet, und sogar die Hauptrolle ein echter Schauspieler ist. Nein! Definitiv nicht!




Peter lebte wirklich 5 Jahre auf der Straße, und wie schrecklich die Kälte sein kann, sieht man am in Minuten eingefrorenem Bier. Wie ungemütlich das ist. Wie viel „Freizeit“ man hat. Wo man sein darf. Aber auch wie „einfach“ es wäre, wenn man einen Ruck bekäme, alles wieder auf die Reihe zu bekommen.

Sein Humor, (der wirklich nicht gespielt war :D ) wird auf der Leinwand, aber auch privat widergespiegelt.


Sehr toll fand ich, dass alle Mitwirkenden bei der Premiere waren, wie auch Peter, der mir dann meine Fragen, die sich während des Filmes angesammelt haben, beantworten konnte.

Es sind ja nicht alle Bettler so wie er, als Berliner ist er zwar auch „Ausländer“ aber die Bettler die wir oft kennen, sprechen oft nicht einmal Deutsch. In den Medien wird andauernd von diesen Banden berichtet, denen man auf keinen Fall Geld geben sollte. (Weil die Leute, denen wir das Geld geben würden, nichts davon haben.) Meine Frage, ob man diese Banden erkennen kann, wurde schlicht beantwortet: Nein. Nicht einmal die Obdachlosen selbst wissen, ob jemand zu einer Bande dazugehört oder nicht.

Für mich persönlich ist das schwer, es ist ein Hindernis Geld zu geben, woher weiß ich was damit gemacht wird. Geld abgegeben, Drogen? Und dann kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.

Das Geld wird für Drogen und Alkohol ausgegeben.

Das Leben auf der Straße ist zudem auch teuer. Essen kann nicht aufbewahrt werden. Es muss sofort gegessen werden. Das Hab und Gut ist außerdem nie sicher… Man kann es nicht wegsperren, man hat es bei sich und wenn man nicht aufpasst, wird es weggenommen.

Ich hab Peter dann noch erzählt, warum ich den Film gut finde. Menschen glauben wirklich das Leben auf der Straße spricht für Freiheit. Keinen Strom bezahlen, keine Steuern bezahlen. Er verneinte. Ja auch Obdachlose zahlen Steuern. Zigaretten, Getränke.. davon wird ein Teil abgegeben.


Der Schnitt, die Idee (mit der Muse und dem Magier, wie gut und böse, helfen oder Anstöße geben, wünschen oder bei der Realität bleiben) fand ich super.


Die Musik war spitze, ein Dank an die Musiker, die mir einen Ohrwurm verschafft haben, der einfach nicht raus will… PUSH THE MONKEY….!


PS: Der Film wurde ganz ohne Gage gedreht, die Leute haben freiwillig mitgewirkt, um dieses Projekt zu realisieren. Ich find das einfach nur spitze, vorbildhaft. Weiter so!





Facebook: http://www.facebook.com/pages/Berliner-ein-Roadmovie-ohne-Auto/112037358868894?sk=info




Erscheinungsdatum 2011
Genre Mix aus Dokumentation & Spielfilm
Studio jimmiDee production
Info aus der Doku “weitunten” www.weitunten.jimmidee.com hat sich ein tolles Filmprojekt entwickelt.

4 Kommentare zu „[Berliner] (ein Roadmovie ohne Auto)“

  • Mathias sagt:

    Klingt toll, danke für die Empfehlung! Spielt’s den auch außerhalb von Klosterneuburg?

    • admin sagt:

      ich hoffe natürlich schon! Was ich gehört habe, dauert das noch ein Weilchen, aber ich werd es sofort veröffentlichen wenn es soweit ist, und ich kann mich ja mal erkundigen wo es dann erhältlich ist :)

  • sylvia sagt:

    ich kann mich den geschriebenen worten nur anschließen. ich freu mich auf den kinostart, der im herbst sein soll!! schau ihn mir sicher nochmal an und werd ihn ordentlich weiterempfehlen.
    absolut sehenswert!!

  • Barbara sagt:

    Ich war gestern auf der Vorpremiere des Filmes “Berliner – ein Roadmovie ohne Auto” ein Film von Alexander Zechmeister und bin sprachlos begeistert. Ich fand den Film einfach sensationell. Alles: Konzept, Handlung, Musik, Darstellung einzigartig. Eine authentische, berührende Geschichte. Der Film ist absolut ein Erlebnis, den muss man sehen! Kinostart im Herbest. Mit Weiterempfehlung, Barbara

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