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4400km, 6 Länder, 40m tief und 14 Tage voller Ereignissen, die Kroatien jetzt zu einen meiner Lieblingsländern macht.

Mein Freund Valentin und ich haben unseren 2 Wöchigen August Urlaub damit verbracht den Süden zu erkunden.  Nachdem wir bis jetzt schon einige Auto und Camp Reisen erlebt haben, hatten wir unsere nächste Herausforderung: 2 Wochen unterwegs. Wir hatten zwar 4 Tage ein Apartment, jedoch war ich noch nie mehr als 4 Tage ohne Bett und Klo :P

Begonnen hat unser Urlaub mit dem LET IT ROLL Festival in Tschechien, wo wir schon letztes Jahr waren. Das war wieder eine Wahnsinnsparty, und schön wars auch, dass der Raphi mit dabei war :) Untertags haben wir uns die Fischerseen angesehen, einen traumhaften Fluss zum schwimmen gehen gefunden und bei der Rückfahrt, einen See der atemberaubend war. So viele Schmetterlinge habe ich noch nie in meinem Leben gesehen, leider finde ich das Video nicht.

Nach dem Wochenende und einem Tag Rast, ging die Fahrt in den Süden auch schon los.

Letztes Jahr haben wir uns Istrien angesehen, deshalb sind wir dieses mal die Autobahn Richtung Split entlang gefahren.

Als wir wahllos von der Autobahn runterfuhren, fuhren wir durch die Altstadt von Trogir. Zufälligerweise auch ein Punkt auf meiner Liste :)
Bei Zadar gab es einen Zwischenstopp. In der Nähe haben wir den Schlafplatz für die erste Nacht gefunden.

Die Altstadt von Split ist cool, man geht auf einem weißen Steinboden, auf dem schon soviel gegangen wurde, dass der Stein weich und glatt ist. Es ist als wäre man in die Zeit zurückversetzt, weil die Torbögen und Mauern noch so gut erhalten sind. Habe mir eben nochmal die Split-Bilder angesehen, und wollte schreiben wie toll der Diokletianspalast ist, aber mir fällt auf, dass der Diokletianspalast die Altstadt ausmacht. Laut Wikipedia wird die östliche Hälfte der Altstadt vom Diokletianspalast eingenommen, von dem aus sich die Stadt entwickelt hat.

 

Gleich bei Split gibt es auch einen Sandstrand, Strand Bacvice. Nicht zu vergessen ist auch, dass Split eine große Hafenstadt ist, von dort aus total viele Schiffe losfahren. Auf die Inseln in der Umgebung, in den Süden Kroatiens, bis nach Italien und Griechenland.

Nach einer heißen Nacht auf einem Parkplatz, bei dem wir erst nach dem Aufstehen sahen wie genial die Aussicht war, ging es schon weiter in Richtung Insel Korcula. Typischerweise habe ich mal wieder einen Fehler gemacht, mich mit dem Datum geirrt, und so wären wir einen Tag zu früh auf der Insel gewesen, wo wir vorhatten den Advanced Tauchschein zu machen. (Wenn man keinen Parkplatz findet, eignen sich die Autobahnparkplätze total gut, dadurch dass es eine Maut gibt, gibt es auch tolle Raststationen wo es auch Sanitäranlagen für die “Raster” gibt. Einige Jugendliche haben sich einfach die Isomatten oder Schlafsäcke neben ihre Autos gelegt und dort geschlafen, warm genug wars ja :) )


Da man, um auf die Insel zu kommen, weit in den Süden muss, sind wir früher als geplant nach Dubrovnik gefahren um uns die Stadt anzusehen.Das Schöne an unseren Autoreisen ist, dass wir überall wo es uns gefällt stehen bleiben können und z.B. schwimmen gehen :)

In Dubrovnik würde ich allerdings das Auto auf die Seite stellen, und zu Fuß weitermachen. Die Gassen sind eng, und es gibt dort viele Menschen! Die Altstadt sollte man sowieso immer zu Fuß erkunden, wenn man ein Stückchen Geschichte erleben will. Dubrovnik ist da ein sehr gutes Beispiel, vor allem die mächtige Stadtmauer kann Stories erzählen… . Da wir leider nicht all zu viel Zeit hatten, haben wir nicht alles ansehen können, aber angeblichen verbergen sich in der Stadt wunderschöne Paläste, Kloster, Kirchen, Steingassen…

Abends sind wir wieder aus der Stadt hinausgefahren. Die Küstenstraße entlang gibt es oft Parkplätze und Wege/Stiegen zum Meer. Auf einem Parkplatz haben wir einen Schlafplatz gefunden, den wir später noch einmal genutzt haben. Das Klo wurde spät Abends geputzt, und in der Nacht hat man es fast für sich allein, und bis die Sonne aufgeht überlebt man es da drin. Das nennt man Luxus!

Tag 4 ging es wieder Richtung Norden auf die Insel Korcula. Mit dem Auto kann man nach Orebic auf die Halbinsel nach oben fahren, und mit der Fähre rüber nach Korcula. Dort gibt es eine Bucht “Grscica” wo wir ein billiges Apartment und den Tauchkurs gebucht haben. Der Tauchlehrer ist ein sehr chaotischer Kerl, der uns aber auch noch viel lernen konnte. Neno Diving


Neben den Tauchgängen haben wir uns auch die Insel angesehen, und wie auch überall in Kroatien, sind uns vor allem die Steinterrassen aufgefallen, die es zu 1000ende gibt, an den meisten Bergen und handgemacht aussehen. Mich beeindrucken sie jetzt vor allem, weil ich weiß wie sie entstanden sind! :) Leider finde ich grad gar nix in google darüber, aber unser Tauchlehrer hat gemeint, dass das die Terrassen von den Menschen früher waren. Sie haben ihre Häuser auf den Bergen gebaut, Obstbäume angepflanzt, und die Steine die sie gefunden haben, um ihre Grundstücke gelegt. So sind die Terrassen entstanden. Teilweise sieht man noch die Umrisse der Häuser. Nur gibt es dort sooooviele Terrassen! Das muss man sich mal vorstellen.
Außerdem meinte er, dass allein in Blato (Hauptstadt der Insel Korcula) früher 24.000 Menschen gewohnt haben (jetzt 3.500), und die meisten nach Australien ausgewandert sind. Leider habe ich gerade nichts darüber gefunden, also bin ich mir nicht sicher ob das stimmt…


Am Weg nach Vela Luka waren wir gezwungen die Fenster zuzumachen und Lüftung auszuschalten. Der Gestank war unpackbar und nach ein paar Kilometern sahen wir die Quelle. Ein wirklich riiieesiger Müllberg mitten auf der Insel. Einfach mal den ganzen Müll nach unten ins Tal geschmissen. Ganz egal ob da unten Obstbäume sind, und Gemüse angebaut wird. Ich will gar nicht wissen wie hoch dieser Müllberg war, und wie viele Generationen Müll schon im Grundwasser sind…

Unsere Tauchgänge waren…anders. Aber im Rote Meer zu tauchen ist Luxus, wenn man bedenkt, dass dort auch in Tiefen von 20m warmes Wasser ist! Unsere Tauchgänge in Kroatien waren kalt. Auch unser Tauchlehrer versteht nicht, was zurzeit mit dem Meer los ist. Es herrscht so eine eiskalte Strömung, schon ganz nah an der Wasseroberfläche, das hat er in den Jahren die er dort wohnt noch nicht erlebt.

Am ersten Tag hatte ich leider einen zu großen Neopren Anzug an, hab die Kälte also voll spüren dürfen, dafür meine Glieder nicht mehr ^^

Mit einem passenden Anzug, ist der Tauchgang nur halb so schlimm, aber trotzdem ganz ungewohnt wenn es so kalt ist. Wir sind an einer Wand hinunter getaucht, hatten einen Fotoworkshop mit meiner neuen Beastvision Outdoorcam und um den Advanced Schein zu bekommen, sind wir auch 40 Meter tief getaucht! Das war ein Erlebnis! :D


Das Foto hat Valentin geschossen
 

Nach den 4 Tagen auf der Insel, ging die Reise weiter nach Süden.

An Dubrovnik vorbei, und nach Bosnien. Dort gibt es ganz wenig Küste, wo es auch einige Restaurants gibt. Umgerechnet etwa 7 € für 1 Kilo Muscheln in Weißweinsauce :D Weiter nach Montenegro, wo es noch richtige Grenzkontrollen gibt… und den Euro! Hab ich ganz vergessen dass Montenegro den Euro hat.

Wir haben relativ am Anfang der Küste unser Auto abgestellt, und als wir ins Wasser wollten, waren alle Leute schwarz eingerieben mit dem Schlamm des Meeres. Beim zurückgehen, sahen wir den eingetrockneten Schlammhaufen, wo uns eine alte Frau gezeigt hat, was man mit dem Schlamm macht. Abbrechen, mitnehmen und zuhause mit einem Stein zu Pulver schlagen und den Körper einreiben. Wir haben ein paar Brocken mitgenommen.Das war etwa in der Höhe von Herceg Novi, eine Halbinsel die im Meer liegt.

An den Stränden war ur viel los. Echt viele Touristen, und deshalb waren wir an einem Sandstrand nur kurz schwimmen und sind dann wieder zurückgefahren. Außerdem fand ich das Wasser in den 2 Wochen eigentlich überall recht kalt, zwar war es heiß genug, sodass ich mich vom Schwimmen nicht abhalten lies, aber trotzdem nicht das angenehmste… :(

Als wir wieder nach Kroatien fuhren, und dadurch auch durch Bosnien, machten wir wieder einen Zwischenstopp bei den guten Restaurants und schlugen unsere Bäuche voll mit Muscheln und Tintenfische bevor wir wieder ins Wasser hüpften.

Die letzten 2 Tage waren wir mit Zurückfahren beschäftigt, wieder haben wir überall gehalten wo es uns beliebt war – soo schön! Wir sind über die Halbinseln Richtung Norden gefahren, haben in Murter, ljubac, Vir (coole und preiswerte Bootsvermietung!) Pag (Naturschutzgebiet Velo i Malo Blato)  uvm., gehalten, uns die Gegend angesehen, schwimmen und essen gewesen… :)


Eine Gegend ist uns ganz besonders ans Herz gewachsen, ein bisschen unter Zadar in der Höhe von Biograd na Moru etwa. Hier sind die Strände zwar schon bisschen steiniger, aber Schuhe braucht man keine. Sandstrände findet man bestimmt auch! Das Klima hat sich gut angefühlt, und überall waren Feigenbäume. Nie hab ich so gute Feigen gegessen, die waren noch ganz grün, aber süüüüß! Auf der Karte haben wir ein Stückchen weiter vom Meer einen See entdeckt, bisschen Süßwasser kann ja nicht schaden. Als wir näher kamen, dachte ich von der Ferne wir sind kurz vorm Meer, aber es war ein großer Süßwassersee, an dem wir einen Entspannungsnachmittag machten.


Gleich am nächsten Tag haben wir eine neue eindrucksvolle Entdeckung gemacht, für mich jedenfalls :D
Wir waren auf der Halbinsel Vir und wollten weiter nach Hause. Wir wussten ungefähr in welche Richtung wir mussten, standen dann aber leider vor einer Straße mit einem Einfahrt Verboten Schild. Am Navi war die Straße nicht einmal eingezeichnet, aber es hat irgendwie so ausgesehen, als würde man über die Straße grad durchfahren, wo man sonst durch das Dorf müsste. Nachdem ca. 6 Autos aus den unterschiedlichsten Ländern an uns vorbei gebraust sind, sind wir ihnen nachgefahren.

Wir sind zu einer Küstenstraße gekommen, mit mehreren Zufahrten zum Meer. Zwischendurch standen ein paar Wohnwagen, vereinzelt auch “fest verankert”, also mit Zaun darum und Einrichtung.

Wir haben uns ein schönes Plätzchen am Wasser gesucht, und haben noch einen halben Tag lang entspannt! Dort war es leider schon sehr steinig und vor allem scharfkantig.
Als die Sonne unterging hab ich mein erstes Löschflugzeug im Einsatz gesehen und paar coole Fotos geschossen. Bei der Weiterfahrt haben wir bemerkt, dass die Straße eine Abkürzung ist, die keiner verwenden sollte.

 

Ansonsten ist Vir wunderschön, außer an der Stelle oben, waren die Strände entweder sandig oder angenehm kieselig. Werden wir auf jedenfall noch einmal besuchen.

Wie oben schon erwähnt hab ich in der Zeit das Wasser relativ kalt empfunden, aber im Ort Senj war es ganz besonders kalt. Zum Glück war es heiß und man konnte über ein Sprungbrett ins Meer, aber kaum war man drin ist man wieder rausgegangen. War ein lustiges Schauspiel, selbst die Kinder waren da nicht lange drin :D

Am Weg zurück zum Auto kamen wir an dem Mittelpunkt vom Äquator und Nordpol vorbei. (Genau 5000 km)


Das war unser letzter Tag bevor die Heimfahrt in die Endphase ging. Gegen Abend sind wir aufgebrochen, und bin ich froh dass wir auf unser Gefühl gehört haben!! Über die Autobahn ist man zwar ne Stunde schneller, wir haben aber trotzdem die Landstraße gewählt. Die beiden Straßen verlaufen fast nebeneinander, und so durften wir den Mega Stau beobachten, die Auffahrten sind sogar abgesperrt worden. Phuu :D Schnell heim….

Da wir schon oft einfach planlos in die Länder gefahren sind, und ich diesmal bisschen mehr Vorbereitungszeit hatte, hab ich diese auch genutzt.
Ich habe mir wichtige Sightseeingsorte und Parks rausgesucht, Übersetzungen, sowie Sandstrände, und vor allem die Fährenpläne.

planung

Hier ist eine von mir erstellte Map, wo ich entlang der Küste einige Punkte eingetragen habe: mapsenigne kroatien

Und großes Dank an Valentin, ohne dem unsere Reisen nie zustande kommen würden, da ich keinen Führerschein habe. Das heißt, er fährt alles durch, und das sehr tapfer – DANKE BUSSI!!

Das war ein langer Text, danke falls ihr soweit gelesen habt :) Alle Eindrücke kann ich gar nicht beschreiben, das wäre viel zu viel. Ein Gefühl möcht ich noch mit euch teilen. Je südlicher man kam desto wärmer wurde es, und ganz org wars, wenn man einen langen Tunnel durchfahren ist. Plötzlich ist es wieder 2 Grad wärmer und die Vegetation hat sich verändert, irgendwie grüner.

Und natürlich… DIESE EINDRÜCKE!!! :)

4 Kommentare zu „Kroatien Roadtrip 2013“

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