Unser zweiter großer Roadtrip dauerte 13 Tage, 3700km. Wir bereisten Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Monacco und Italien.
Vorweg noch: Wir haben an all den Tagen im Auto geschlafen, weil es die letzten Jahre so gut geklappt hat. Ernährt haben wir uns hauptsächlich von den Supermärkten und jede Toilette empfand ich als Luxus.
Wir haben soviel gesehen, soviel erlebt, und es sind viele Eindrücke im Kopf, die ich gar nicht alle beschreiben kann, aber ich versuch euch einen kleinen Einblick zu geben.
Mit recht wenig Gepäck, etwa 2 Sporttaschen pro Person. Einem bequemen Bett im Kofferraum und alles mögliche Zeug was man sonst noch mit braucht (Bei Interesse kann ich ja mal ne Packliste teilen, vergessen haben wir fast nix) bepackt, starteten wir richtung Linz. Weiter durch Salzburg nach Deutschland. Vor uns erblickten wir den Chimsee wo wir kurz stoppten und eine Esspause zwischen ein paar Anglern machten.
Regengüsse begleiteten uns immer wieder.
Es dämmerte schon als wir München erreichen. Wir parkten uns nähe der Innenstadt um zu Fuß weiterzugehen. München gefällt mir, ich hab sowieso mein Leben lang schon eine positive Verbindung zu Deutschland die ich mir nicht wirklich erklären kann. (Oder zuviel mit Deutschen im Teamspeak abgehangen.. ^^).
München
Plötzlich beginnt es wieder stark zu regnen, wir flüchteten ins “Kennedy’s” für kurze Pinkelpause während wir von Karaoke Gesang begleitet wurden. Wahnsinns Stimmung da drin, da hat es gleich noch mehr Spaß gemacht zum Auto zurück zu rennen.
Nach einem Blick aufs Navi suchten wir uns die Praterinsel als Schlafplatz aus und parkten in der Nähe. Nicht vergessen: Kurzparkzonen beachten, bis 9 war okay, gute Nacht…
Ein neuer Tag, das Wetter war nicht warm, aber auch nicht kalt. Wir haben uns einen See im Navi ausgesucht, und durchs Messegelände zum Messe See gefahren. Valentin war schwimmen, ich hab verzichtet. Das Wasser war sehr schön klar, und auch nicht zu kalt, aber bin die letzten Jahre was Wassertemperaturen angeht immer mehr zur Pussy geworden. Ein Baby-Entlein dort war so zutraulich, dass es aus meiner Hand gefuttert hat.
Bevor es wieder nach Österreich ging, noch ein bisschen beim DM einkaufen gewesen, weil wir seit der Berlin reise wissen dass es viel günstiger als bei uns ist.
Am Weg nach Bregenz haben wir beim Ammersee gehalten. Valentin konnte sich das kühle Nass wieder nicht entgehen lassen, mich fröstelte es schon beim zusehen und war damit beschäftigt die vielen Schwäne zu beobachten.
Stürmischer Regen und Hagel waren unsere Begleitung.
Durch Bregenz, vorbei am Bodensee, einen Weg bergauf gewählt.
Bregenz
Vorbei an teuren Häusern mit netten Ausblick über die Stadt und den See.
Die Leute schienen mir angenehm und es wird mich wieder dorthin ziehen, soo weit ist es ja eig. gar nicht.
Parkplätze am See und teilw. Umgebung sind alle kostenpflichtig von 6-23 Uhr.
Zwar kein Schlafplatz, aber ein Abendspaziergang am Ufer entlang kann nicht schaden. So sind wir Biertrinkend den Bodensee entlang gegangen, bis zu den Seefestspielen und wieder zurück.
Einen Schlafplatz bei einer Koppel gefunden, und gleich nach dem Aufwachen zum Bodensee gefahren. Frühstück am Wasser, anschließendes Baden, umgeben von geselligen aber gutmütigen Schwänen.
Auf in die Schweiz! War auch schon ein immer gewünschtes Reiseziel von uns und freuten uns auf den Besuch.
Gleich nach der Grenze (Durch die “Kontrolle”), gibt es die Möglichkeit eine Vignette zu kaufen. Aus Gewohnheit wollten wir nicht die erste Möglichkeit nutzen, um sie zu kaufen, da die Preise oft variieren. Also suchten wir uns eine Tankstelle (die 2. um genau zu sein, weil keiner Bankomat Karte oder Kreditkarte nimmt) wo wir für genau den selben Preis die Vignette kauften.
Übrigens handelt es sich um eine Jahresvignette für 40€, es gibt nicht mehr Auswahl.
Schon schnell merkten wir die extreme Preiserhöhung. Ich hab zwar immer viel Spaß beim Lebensmitteleinkauf, aber dort vergeht es einem leider. Wenn man für simple Produkte gleich viel mehr bezahlt, fühlt sich nicht toll an.
Zürich
In Zürich stellten wir das Auto ab und spazierten durch die Stadt. Die urige Altstadt läd ein. Bis zu dieser Reise war mir die Architektur in DE, und Schweiz kein Begriff. Ich hatte nicht wirklich Bilder davon im Kopf. Aber als ich es live gesehen habe, war ich beeindruckt. Je weiter westlicher wir reisten, desto mehr haben die Städte wie in Filmen und Computerspielen ausgesehen.
Der Höhepunkt war Bern.
Aber bis wir dort waren, haben wir noch bei ein paar Seen gehalten und sind hinein gesprungen.
Bern war einfach nur wunderschön. So idyllisch und man fühlt sich in die Zeit zurück versetzt.
Bern
Wir sind durch enge Gasserl gegangen, lange in die dunkle führenden Treppen gestiegen, bergauf, bergab, der alten Stadtmauer entlang. Hier gefiel es mir so gut, hier wollte ich bleiben. Es wurde immer dunkler, und wir wollten nicht aufhören spazieren zu gehen. Vor allem an der hauptstrasse entlang.. diese Häuser.. ich fühlte mich wie in stormwind!! Das Wort entzückend passt auch sehr gut zu Bern.
(Erst sind wir mit dem Auto durch Bern gefahren, an einer Brücke haben wir bei einem Parkplatz geparkt, und konnten zu Fuß darüber in die Stadt. Aber auch in der Stadt selbst gibt es normale Kurzparkzonen Zeiten)
Nach der ersten und einzigen Nacht in der Schweiz, wo es auf manch Rastplätzen Toiletten gibt die ich noch nie gesehen habe, ging es weiter nach Genf. Der lezte große Punkte unserer Schweiz Reise. Da unsere Reise letztendlich doch spontan war, habe ich mich nicht allzu gut darauf vorbereiten können. Die meisten Sehenswürdigkeiten entdecken wir durch Schilder, Navi und Zufall. Soviel Zeit haben wir leider auch nicht, deshalb erkunden wir Städte und Orte im Schnelllauf. Es ist sowieso immer geplant nochmal hinzureisen wenn der erste Eindruck gefällt :)
Wieder konnten wir uns Bademöglichkeiten nicht entgehen lassen und fuhren zu den Seen die am Weg lagen.
Genf
Genf erstrahlt in Kultimulti. Menschen, Architektur, alle verschieden aber passen zusammen. Zuerst parkten wir im Einwohnerviertel, spazierten bisschen herum, einen Hügel hinauf, sah so aus wie Universitätsviertel, wieder hinab und mit dem Auto bisschen sightseeing gemacht. Zum ersten Mal die Supermarktkette Coop kennengelernt, wo es für die Afterwork Menschen viel Auswahl zum Futtern gab. Wir spazierten in die Nacht hinein, verabschiedeten uns…
…und fuhren nach Frankreich… Bonne nuit !
Lyon war beeindruckend und zählt jetzt trotz des kurzen Aufenthalts zu meinen Lieblingsstädten.
Lyon
Wir sind den Fluss entlang hinein in die Stadt und durch Zufall war unser erster Klick auf dem Navi ein Berg (Fourviere Hill) von dem aus wir vollen Ausblick über Lyon hatten. Neben einer großen Aussichtsterasse gab es öffentliche Toiletten (wichtig:D) und eine große Basilika (Basilique Notre Dame de Fourviere, wunderschön, gratis Eintritt in Kirche und Kypta – sollte man unbedingt hineingehen. Museum gibt es auch dort gegen Eintritt, wir waren nicht drin).
Oben gab es nicht nur einen richtig fetten Aussichtspunkt sondern auch eine 3D Karte bei der man einen guten Überblick über die Innenstadt von Lyon bekommen hat. (Hauptsächlich wurde bei der Karte gezeigt, wie sich Lyon entwickelt hat)
Zur Info ohne Auto: Gleich oben gibt es auch eine Metrostation, man kann mit mit der Zahnradbahn direkt nach oben fahren. Oder 15 Minuten steil bergauf.
Mit Auto: Gratis Parken zu jeder Zeit entweder die Straße dem Berg hinauf, oder direkt bei der Plattform)
Beim erkunden der Umgebung, sind wir einen Weg entlang und plötzlich inmitten von Ruinen gestanden. Im früheren Stadtzentrum von Lyon zur römischen Zeit. Wir fanden 2 recht gut erhaltene und restaurierten Amphitheater umgeben von Ruinen die die Zeit von damals erahnen liesen. Die Aussicht die man zusätlich dabei hat ist atemberaubend.
An der besagten 3D Karte haben wir uns orientiert, ein paar Punkte ins Navi gespeichert die wir sehen wollten, und wieder bergab gefahren.
Wir sind schon geübt darin, die Umgebung aus dem Auto zu betrachten, so haben wir schon am Weg viele Sehenswürdigkeiten betrachtet.
Ein Muss ist der Besuch im “Parc de la Tête d’or”, für mich das Herzstück von Lyon. Es ist nicht nur ein wunderschöner Park, es beherbergt auch einen Zoo der kostenlos ist und Geschichte erzählt.
Noch schnell die letzten Tiere betrachtet, und dann zu den Toren gelaufen die gerade geschlossen wurden. Nach einem Spaziergang quer durch den Park, wo ich auch meinen ersten schwarzen Schwan irl gesehen hab, zurück zum Auto und ab in die Stadt! Hunger :)
In der Nähe vom Place Bellecour, ein riesiger Platz, mit deutlichen mehr Menschen am Abend als Tagsüber, spazierten wir durch die Gassen nach einem guten Restaurant. Wie immer, war das eine langwierige Angelegenheit, als wir endlich eines gefunden haben, konnten wir nicht zufriedener sein. Die Preise sind recht human und die Muscheln waren köstlich.
Ich werde auf jeden Fall nochmal nach Lyon fahren. Wir sind zwar auch viel durch die Gassen spaziert aber es gibt bestimmt noch viel mehr zu entdecken!
Abends sind wir den Fluss entlang aus der Stadt hinaus, weiter gefahren. Es handelt sich bei dem Fluss um “Le Rhone” welcher uns noch sehr lange begleiten wird…
Wir sind erst bei Tag 5 angelangt, 8 folgen noch. Freut euch auf Frankreich… :)